Alternsgerechtes Arbeiten – kommt der sechs-Stunden-Tag?

Wie geht alternsgerechtes Arbeiten? Könnte der sechs-Stunden-Tag eine Lösung sein? Mit zunehmendem Alter gehen einem viele Dinge nicht mehr so leicht von der Hand. Ja, die Älteren kennen die Abkürzung und sie verfügen über größere Fachkompetenz als junge Kollegen. Und ja, Menschen mit mehr Lebenserfahrung vermeiden Krisensituationen bereits eher im Vorfeld, wie man an Altersstudien von Fluglotsen nachweisen konnte. Doch spätestens wenn es um körperlich belastende Tätigkeiten geht, muss man sich die Frage stellen: Wie viel hält ein menschlicher Körper aus? Wie oft können wir unsere Gelenke und Sehnen mit mechanischen Bewegungen fordern, bis sie abgenutzt sind? Und eben genau die körperlich belastenden Tätigkeiten sind es, die wir in höherem Alter nicht mehr dauerhaft ausüben können. In Zeiten des demographischen Wandels und alternder Belegschaften braucht es gründliche Überlegungen, wie Belastungen in der Arbeitssituation reduziert und Arbeisplätze alternsgerecht gestaltet werden können.

Alternsgerechte bedeutet, dass Arbeitsplätze auch von Mitarbeitern in forgeschrittenem Alter besetzt werden können. Und dass sie so konzipiert sind, dass auch jüngere Kollegen keine Schäden durch die Ausübung dieser Tätigkeit zu befürchten haben. Dabei kann die Leitmerhkmalmethode als probates Mittel herangezogen werden, um die tatsächlichen Belastungen und ihre Schädlichkeit für den Organismus messbar zu machen. Denn wenn man versucht, dies mit gesundem Menschenverstand zu schätzen, liegt man mit hoher Wahrscheinlichkeit bei vielen Arbeitsplätzen falsch. Und wenn man die Schädlichkeit von Arbeitsplatzsituationen erkannt hat, sind die nächsten Überlegungen wichtig, wie es gelingt, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und Arbeitsplätze alternsgerecht zu gestalten.

Vor ein paar Tagen, als die Jamaika Verhandlungen noch liefen, erschien in der taz.de ein sehr schöner Artikel über Arbeitszeitexperimente in Schweden. Sechs-Stunden-Tag… klingt verlockend, oder? Ich finde schon. Und bei genauer Betrachtung könnte das ein sehr cleverer Ansatz sein.

rk

Drei Beiträge zum Thema Fachkräfte-Mangel

Sehr häufig prognostiziert die Industrie einen künftigen Fachkräfte-Mangel. Andere sehen dies nicht so.

Im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung wird immer wieder auf den sogenannten „Fachkräfte-Mangel“ hingewiesen, der schon sichtbar am Horizont dräue. Zunehmend mehren sich aber die Stimmen, die Zweifel an diesem häufig von der Industrie geäußerten Begriff haben.

In der Wirtschafts Woche nimmt sich Kristin Schmidt diesem Thema an, und beleuchtet es aus mehreren Perspektiven. Eine der Thesen: Der Fachkräfte-Mangel ist hausgemacht.

Auch Robert Franken stellt sich die Frage zum „Fachkräfte-Mangel“. Und er sieht insbesondere Branchen, die etwa gut ausgebildete Fachkräfte im höheren Alter gar nicht vorsehen. Für ihn gilt es, den menschlichen Faktor in dieser Diskussion wieder mehr in den Vordergrund zu stellen. Sehr lesenswert.

Eine ganz andere Perspektive nimmt Anna Farwick bei jetzt.de ein: Was passiert eigentlich, wenn plötzlich die Eltern ein Start-Up gründen, mit über 50 Jahren? Sehr lesenswerter Beitrag aus der Sicht der jüngeren Generation, mit einem direkten Zusammenhang zu dem Thema.

cdv

Älter werden erleben im Alterssimulationsanzug

Der demographische Wandel bringt es mit sich, dass unsere Bevölkerung zunehmend altert. Schlüpft man in einen Alterssimulationsanzug, kann man auch als jüngerer Mensch erleben, wie sich ältere Menschen fühlen. Ich habe beobachtet, dass es für jüngere Führungskräfte eine sehr wertvolle Erfahrung ist hineinzspüren, wie sich die Arbeit anfühlt, wenn die Zipperlein in den alternden Belegschaften immer mehr zunehmen. Auch für Teams und Mitarbeiter ist es eine spannende Erfahrung, ihre Tätigkeiten einmal eingeschränkt durch den Alterssimulatinsanzug auszuüben. Wenn in der Gastronomie dann Teller balanciert werden oder im Hotel Betten zu machen sind, spürt man schnell, dass dies in fortgeschrittenem Alter kein Zuckerschlecken ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen und Entscheider, die dieses Erlebnis am eigenen Leib erproben konnten, eine echte, intrinsische Motivation entwickelt haben, die Arbeit gesundheitsgerechter zu gestalten. Daraus entstanden beispielsweise neue Ideen für alternsgerechte Produktionsstraßen und rückengerechteres Verhalten beim Einzelnen. Auch für Produktentwicklerteams bietet die künstliche Alterung im Alterssimulationsanzug interessante Erkenntnisse. Damit wird erlebbar, ob auch ältere Kunden und Anwender mit Produkten und Dienstleistungen zurecht kommen.

Im Video sehen Sie, welche Komponenten der Alterssimulationsanzug enthält, wie man einen Erfahungsparcour damit gestalen kann und welchen Nutzen sein Einsatz bietet.

rk

Demographie und „Digitale Transformation“

Nahezu immer einhergehend mit dem demographischen Wandel wird auch die „Digitale Transformation“ diskutiert. Viele Unternehmen beschäftigen sich damit; gleichzeitig ist dieses Stichwort oft auch eine der größten Herausforderungen, etwa für ältere Mitarbeiter.

Unternehmen und Behörden sehen sich, wie etwa in dem bei t3n aufgeführten Beitrag deutlich erwähnt, in den bisherigen Strukturen verhaftet. „Trotz der Fortschritte sei allerdings in vielen Bereichen noch unklar, „wohin die digitale Reise gehen” solle, heißt es. Über alle Industrien hinweg seien bisher „nur in wenigen Ausnahmefällen” vollständige Ziele und Digitalisierungsstrategien definiert“, heißt es dort.

Eine der Thesen, die diskutiert wird: Die „Digitale Transformation“ gelingt nur mit der entsprechenden Unternehmenskultur.

Wie sind dazu ihre Erfahrungen, was die „Digitale Transformation“ in den Unternehmen angeht? Ist es für Sie eine Herausforderung, oder eher eine Chance?

cdv

Effektivität, Effizienz und agiles Arbeiten

In Zeiten von demographischem Wandel und sich zuspitzendem Fachkräftemangel gewinnen Effektivität und Effizienz zunehmend an Bedeutung.

Von Peter Stahl, dem Vorstandsvorsitzenden des Käseherstellers Hochland habe ich mitgenommen, wie elementar die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz für alles Tun und Handeln ist. Sei es innerhalb eines Unternehmens oder im eigenen Privatleben. 19 Jahre lang war ich Teil des Unternehmens, das den Spagat zwischen Tradition und Innovation hervorragend meistert. Für mich damit ein ur-deutsches Unternehmen, denn auch mein Blick auf Deutschland gibt mir das Gefühl, dass wir bei aller Beständigkeit und damit einhergehender Langsamkeit – in Sachen Digitalisierung beispielsweise – es doch immer wieder schaffen, die Nase im Weltgeschehen und Wirtschaftsleben vorne zu haben. Mit modernen Technologien und innovativen Ansätzen. Ähnlich bei Hochland, die mit Sitz im traditionell und ländlich geprägten Allgäu und einer überwiegend alteingesessenen, demographisch alternden Mannschaft hoch innovative Produkte auf den Markt bringen und neue Märkte erschließen.

Während meiner achtjährigen Tätigkeit als Ausbildungsleiterin bei Hochland konnte ich Herrn Stahl immer wieder dafür gewinnen, sich Zeit für die Auszubildenden zu nehmen. Einmal begleitete er ein Arbeitsorganisationsseminar für die Azubis und Studierenden als Impulsgeber. Hier kam ich zum ersten Mal näher mit seiner Haltung zu Effektivität und Effizienz in Kontakt. Nach seiner Auffassung ist es entscheidend, sich zuallererst die Frage zu stellen: „Tue ich die richtigen Dinge?“. Denn erst wenn dies geklärt ist, lohnt es sich weiter zu gehen und nach der Effizienz zu fragen: „Tue ich die Dinge richtig?“. Nicht nur für die Azubis, auch für mich waren seine Impulse erhellend und hilfreich. Er sagt, er habe sich dabei von Managementberatern wie Fredmund Malik und Peter Drucker inspirieren lassen. Ich finde es vorbildlich, wie er diese Haltung im Unternehmen vorlebt und als Mentor und Impulsgeber weiter trägt.

Von meiner eigenen Persönlichkeitsstruktur bin ich eher „chaotisch“ gestrickt. Pünktlich zu sein fällt mir schwer, Ordnung zu halten fand ich stets unsexy. Schwierig, wenn man einen Bürojob hat und permanent mit einer großen Aufgabenfülle konfrontiert ist. Daher war ich sehr bestrebt dazuzulernen, wie ich meine Arbeit besser „in den Griff“ bekomme. Inzwischen liebe ich meine Ordnungssysteme und habe es gelernt, die Dinge im Großen und Ganzen richtig zu tun. „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen ist eines der vielen Bücher, aus denen ich wertvolle Anregungen mitgenommen habe.

Doch allem voran stelle ich mir immer wieder die Fragen: „Was sind meine Ziele?“, „Bringt mich diese Sache meinen Zielen näher?“, „Was passiert, wenn ich dieses oder jenes in Zukunft weg lasse?“. Zugegeben, nicht immer gelingt mir das. Doch es macht für mich einen großen Unterschied, ob ich alles im Trott nur laufen lasse, oder immer wieder mal Inne halte und die Dinge auf ihre Sinnhaftigkeit hinterfrage. Ich würde es nicht schaffen, als Selbstständige auf meinen eigenen Füßen zu stehen, wenn ich diese entscheidenden Grundlagen für mich nicht gelernt hätte. Inzwischen sogar so gut, dass es gut ankommt, wenn ich sie als Trainerin weiter vermittle.

Besonders viel Freude macht es mir dabei, wenn sich junge Menschen, die ich einst als Ausbilderin betreut habe, heute als versierte Mitarbeiter/Innen unter meinen Seminarteilnehmern befinden.

 

Carina Visser, Personalerin beim agil aufgestellten Telekommunikationsunternehmen sipgate geht es mit der Effektivität ähnlich. Im Sommer durfte ich sie für mein Buchprojekt interviewen. Nun habe ich mich daran gemacht, unser Gespräch in meinem Buch zu verarbeiten. Agiles Arbeiten bedeutet bei sipgate unter anderem, frei von Hierarchien zu sein. Im kollegialen Austausch wird entschieden, was getan wird und wie die Dinge angegangen werden. Als Praktikantin in anderen Unternehmen hat es sie ganz fuchsig gemacht zu erleben, dass Dinge nur deshalb getan wurden, weil der Chef es so wollte, auch wenn diese wenig sinnvoll waren. Die Frage nach der Effektivität hat für sie einen immens hohen Stellenwert. „Was wollen wir eigentlich?“, „Bringt uns diese oder jene Aufgabe wirklich weiter?“. Zentrale Fragen, die sie mit ihrer Kollegin im zwei-Frau Personal Team regelmäßig diskutiert und dann gemeinsam mit ihrer Kollegin entscheidet, oder bei Bedarf weitere Kollegen zur Entscheidungsfindung einbezieht.

Auch Peter Stahl stand mir für mein Buch Rede und Antwort und ich freue mich schon darauf, das Gespräch mit ihm zu gegebener Zeit tiefer zu analysieren und aufzuarbeiten. Wenn es gelingt, dass die Impulse von visionären Unternehmenslenkern wie ihm, die freien Entscheidungsprozesse der Mitarbeiter beflügeln und bereichern, ist viel gewonnen. Wenn Menschen agil und frei in einem vertrauensvollen Umfeld entscheiden können, kommt man zielgerichtet voran – effektiv und effizient.

rk

New Work bei Microsoft – Fünfzigtausend Besucher

Bei Microsoft in München habe ich sehr interessante Einblicke über New Work, neue Formen der Arbeit, bekommen.

Bei Microsoft gibt es inzwischen sowohl die Vertrauensarbeitszeit als auch den Vertrauensarbeitsort. Die Mitarbeiter entscheiden selbst, ob sie im Homeoffice arbeiten, irgendwo unterwegs ihren Laptop aufklappen, oder ins Büro kommen. Doch persönlicher Austausch von Angesicht zu Angesicht – ohne zwischengeschaltete Medien – kann natürlich nur entstehen, wenn sich die Menschen auch life im Unternehmen blicken lassen. Und da man nach wie vor auch auf diese direkten Begegnungen der Menschen setzt, wurde am neuen Standort der Deutschlandzentrale in München eine besonders einladende Arbeitsumgebung geschaffen. Neben einer Führung durch die attraktiven Räumlichkeiten bekam ich durch Experience Manager Kay Mantzel und Regional Executive Recruiterin Bianca Lorenzen ein aufschlussreiches Interview für mein Buch „Dialog der Generationen“.

Ich habe mich an diesem Platz des regen Austausches so wohl gefühlt, dass ich nach dem Gespräch noch bei einem leckeren Eis in der Lobby verweilt habe, um die Atmosphäre des Hauses und der Menschen dort zu genießen.

Kein Wunder, dass sich inzwischen fünfzigtausend Besucher einen persönlichen Eindruck vor Ort gemacht haben.

Fünfzigtausendster Besucher in Microsofts „Office mit Windows“ in München-Schwabing

rk

Sachbuch schreiben auf der Insel – würde ich es wieder tun?

Seit dreieinhalb Wochen bin ich wieder zurück von Fuerteventura und habe die Zeit genutzt, um mit meinem Sachbuch zum Dialog der Generationen voran zu kommen. Was ist besser? Schreiben zu Hause oder auf der Insel? Zeit für ein Resümee:

Als Neuling im Buchschreiben hatte ich im Vorfeld viel Material über den demographischen Wandel gesammelt. Ich habe 19 Interviews mit Geschäftsführern, Personalentwicklern und anderen Menschen geführt, die etwas darüber sagen können, wie die Zusammenarbeit von Jung und Alt im Unternehmen gelingt. Auf der Insel habe ich dann mein Material gesichtet, Interviews transskripiert und mich ans Schreiben gemacht. Manches lief super, Manches weniger. Hier will ich mal meine Erfahrungen sortieren:

Die Vorteile:

  • Vier Wochen Zeit am Stück! Der begrenzte Zeitraum war ein guter Motor, um am Ball zu bleiben. Das Datum des Rückflugs stand fest und schließlich hatte ich den Ansporn, mit einem sehenswerten Ergebnis zurück zu fliegen.
  • Fern der Heimat und den Ablenkungen durch den normalen Arbeitsalltag. Auch wenn das Smartphone heute eine Europa-Flatrate bietet und man auf Fuerteventura telefonisch genauso gut zu erreichen ist, wie in Holzkirchen, war der mentale Abstand doch enorm.
  • Aufmerksamkeit durch mein Umfeld: „Wie kommst du voran mit deinem Buch?“ „Wie war es auf der Insel?“ „Erzähl mal, ich bin schon ganz gespannt!“. Hätte ich nur in Holzkirchen in die Tasten geklopft, würden das wohl die Wenigsten genauso aufregend finden.
  • Baden im Meer nach getaner Arbeit. Die kanarischen Inseln sind im Sommer ein verlässlicher Sonnen-Garant. Nach dem Schreiben und manchen Strapazen rund ums Buch ging das Abschalten tatsächlich sehr leicht.

 

Schwer vermisst auf der Insel: mein genialer Bürostuhl

Die Nachteile:

  • Auch beim Buch-Schreiben auf einer Insel ist man nicht vor EDV-Problemen gefeit. Los ging es gleich mit mehreren Stunden Problemen an meinem Laptop. Eigentlich eine ganz normale Sache – leider. Doch mental war das auf der Insel umso härter. Ich bin doch hier um zu schreiben und nicht, um mich als Systemadministrator zu versuchen!
  • Wie sehr ich meinen Bürostuhl vermissst habe! Rückenschmerzen waren immer wieder mein Begleiter. Es hat lang gedauert, bis ich gut sitzen und schreiben konnte. Das geplante, tägliche Pensum von vier bis fünf Stunden war kaum zu halten.
  • Und meine Bücher waren leider nicht dabei. Nur vier Stück waren im Gepäck. Für mich einfach zu wenig. Klar bietet das Internet haufenweise Material. Doch wenn man im Sachbuch über etwas schreibt, von dem man weiß, dass man es weiß, man bräuchte aber die Quelle um es genau wiedergeben zu können, könnte man schon mal die Krise kriegen. Jedenfalls habe ich mich ein paar mal ausgenockt gefühlt, weil ich erst zu Hause die Lücken schließen konnte.
  • Und sonst: Schreiben ist halt doch ganz schön anspruchsvoll. Mit romantischen Vorstellungen vom Schreiben mit Meerblick ist es schnell vorbei, wenn man sich bei den ersten Gehversuchen quält, Transskripte von Interviews anzufertigen. Zum Glück habe ich dann bei Interview Nummer vier die Kurve gekriegt.

Würde ich mich wieder zum Sachbuch schreiben auf eine Insel zurück ziehen? Meine Antwort lautet: Nein! Vielleicht für einen Roman, aber nicht mehr für Business-Lektüre. Die Strände von Fuerteventura sind für mich der Inbegriff von Entspannung und Erholung. Mit dem Schreiben über den demographischen Wandel, Digitalisierung, lebenslanges Lernen und New Work habe ich mir permanent meine Arbeit an den Ort geholt, an dem ich bisher nur Freude und Erholung getankt habe. Ein permanenter, mentaler Spagat, den ich mir nicht noch einmal zumuten würde.

Dennoch war es die richtige Entscheidung, meinen Auftakt dort zu machen. Die konzentrierte Auszeit und reservierte Zeit zum Schreiben hätte ich zu Hause viel härter gegen den Kleinkram des Alltags verteidigen müssen. Zu Hause fällt mir das Schreiben dennoch insgesamt leichter. In der Arbeitsatmosphäre meines Büros lockt kein Strand, an dem ich gerade lieber wäre, als vor dem Laptop. Die Lebenserfahrung gemacht zu haben, an einem Wunschort zu arbeiten war jedenfalls Gold wert. Die Zeit war genial und erlebnisreich. Ich weiß jetzt, dass ich doch nie auf Fuerteventura leben und arbeiten möchte, wovon ich zuweilen geträumt habe. Die Sonneneinstrahlung ist für meine empfindliche Haut auf Dauer zu heftig, und lieber bewahre ich mir mein persönliches Paradies als reinen Erholungsort.

Der Anfang ist gemacht. Mit meinem Buch geht es weiter voran. Mit vielen kleinen Schritten.

rk

Politik streitet um das Thema „Rente mit 70“

Das Thema „Rente mit 70“ polarisiert im Wahlkampf für den nächsten deutschen Bundestag. Und manchmal dann doch wieder nicht. Während die Kanzlerin öffentlich bekundet hat, sich diesem Thema nicht anzuschließen, lassen sich andere Politiker mit anderen Meinungen zitieren. Allen voran der Finanzminister, sicherlich immer mit einem Blick in das Bundes-Portemonnaie. Etwas ausführlicher zu diesem Thema hier ein Beitrag der FAZ.

Deutlicher wird noch Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, der häufig auch als Demographie-Experte genannt wird.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema „Rente mit 70“? Ist es realistisch, so lange zu arbeiten? Oder müssen wir das, um den jüngeren Generationen kein zu großes Loch zu hinterlassen?

cdv

Im Gespräch mit Jugendlichen: Junge Deutsche 2017

Generation Z 2017

Wie ticken die jungen Deutschen im Jahr 2017? Dieser Frage ist Simon Schnetzer mit seiner Studie nachgegangen. Der Visionär aus dem Allgäu hat sich im Jahr 2010 aufs Fahrrad geschwungen, Deutschland bereist und dabei den Grundstein für seine Demographie-Studie gelegt, die er kontinuierlich weiter ausgebaut hat. Er ist immer im Gespräch mit Jugendlichen.

Für mein Sachbuch „Dialog der Generationen“ durfte ich ihn in der Gründervilla in Kempten besuchen, die er gemeinsam mit Thomas Herzhoff ins Leben gerufen hat. Wir sprachen über Vorlieben und Bedürfnisse der Jugendlichen und wie sich Unternehmen darauf einstellen sollten. Ich freue mich schon darauf, die Highlights des interessanten Interviews für die künftigen Leser meines Buches niederzuschreiben.

rk

Kapitel „Lebenslanges Lernen“ nimmt Gestalt an

Wieder zu Hause. Der Blick vom Balkon ist zwar nicht so spektakulär, wie der Blick aufs Meer vor Fuerteventura. Aber bei schönem Wetter lasse ich es mir nicht nehmen, im Freien zu arbeiten. Was bin ich froh, dass ich hier den Fundus meiner Bücher um mich habe. Beim Schreiben auf der Insel konnte ich nur auf vier Bücher zurückgreifen, die im Gepäck Platz gefunden hatten. Ich bin halt noch ein analoger Leser und liebe es zu blättern und meine Textmarker zu zücken um spannende Passagen in meinen Recherchequellen hervorzuheben. Schritt für Schritt nimmt mein Probekapitel „Lebenslanges Lernen“ Gestalt an, das ich bei Verlagen einreichen möchte. Darin berichte ich von meinen eigenen Erfahrungen als Trainerin von Lerntechniktrainings und Train the Trainer Fortbildungen, und es gibt zwei Interviews mit Personalentwicklerinnen, die mir für mein Buch Rede und Antwort gestanden haben.

Ein großes Industrieunternehmen berichtete mir, wie sie gezielt die Weiterentwicklung für Mitarbeiter 45+ angehen. Und eine mittelständisches Versicherungsunternehmen hat mir Einblicke in seine Design Thinking Räume gegeben und welche Erfahrungen sie damit sammeln. All dies verarbeite ich in diesem Kapitel und schreibe darüber, wie pubertierende Azubis mit dem Lernen umgehen und welche Erkenntnisse es aus der Gehirnforschung über die Lernfähigkeit von jungen und älteren Gehirnen gibt.

Lernfähigkeit zählt für mich zu den Metaskills schlechthin. Zugegeben, etwas neudeutsch… früher sagte man dazu noch Schlüsselkompetenzen. Aber egal, wie man es nennt. Die Fähigkeit Neues zu Lernen ist in einer Welt des Wandels und der demographischen Veränderungen immens wichtig. Diese kann man gezielt ausbauen, wenn man mehr darüber weiß, wie unser Gehirn funktioniert. Ich selbst liebe das Thema sehr, und obwohl es wahrscheinlich nicht an erster Stelle in meinem Buch stehen wird, ist es das erste Kapitel, das ich fertig stellen werde, da ich hier auf einen langen, eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.

rk