Demographie-Netzwerk ddn: Wandel als Chefsache

Wer sich mit dem Thema Demographie gründlicher beschäftigt, stolpert in den Suchergebnissen über kurz oder lang über das Demographie-Netzwerk ddn. Was das genau ist, wollten wir von Martina Schmeink wissen. Sie ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Demographie Netzwerk ddn e.V. Der Sitz des Vereins ist in Dortmund.

„Begonnen hat es bereits 2006 mit einer Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, damals noch unter dem Namen „Neue Qualität der Arbeit“, berichtet Schmeink.  Mit etwa 40 Unternehmen und Organisationen habe man damals das Projekt gestartet.  Zu der Zeit sei auch entschieden worden, es nicht als Förderprojekt zu starten, sondern von vornherein als Austausch-Plattform.

„Gegründet wurde ddn im März 2006 auf Initiative des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Die Mitglieder setzen sich aus Unternehmen aller Größenordnungen, aber auch Verbänden, Beratungsunternehmen, Wissenschaftseinrichtungen oder Kommunen zusammen.

ddn ist angetreten, um den demographischen Wandel zur Chefsache zu machen. In zehn Goldenen Regeln verpflichten sich die ddn-Unternehmen unter anderem für eine nicht diskriminierende, altersneutrale Personalpolitik, für eine ausgewogene Altersstruktur der Belegschaft, eine ganzheitliche Gesundheitsförderung und den Wissenstransfer zwischen den Generationen.“, heißt es auf der Internetseite des Netzwerks.

Seitdem ist viel passiert. „Heute haben wir fast 400 Mitglieder“, weiß Martina Schmeink zu berichten. In mittlerweile 13 Arbeitskreisen finde ein reger Austausch statt. Die Arbeitsstruktur der einzelnen Kreise sei aber wiederum auch sehr unterschiedlich, was wiederum an den unterschiedlichen Themenfeldern liege. Themen sind unter anderen „Gesundheit“, „Arbeitsorganisation“, „Führung“, „Innovation und Mensch“ oder auch „Sozialwirtschaft“ und weitere mehr.

Neben Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung sind auch Organisationen und Kommunen in diesem Netzwerk-Verbund engagiert. „Verbindendes Element ist in den meisten Fällen die Position als Arbeitgeber“, so Schmeink.  Die Ergebnisse der Arbeitskreise seien sehr unterschiedlich. Während einige lediglich ihre Protokolle untereinander verteilen, gebe es mittlerweile auch schon fünf Fachbücher, etwa mit wissenschaftlichem Hintergrund. „Wir sind gerade daran, die Ergebnisse unserer Arbeit etwas sichtbarer etwa auf unserer Internetseite zu präsentieren“, erläutert Martina Schmeink.

Martina Schmeink, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Netzwerks Demographie ddn.

„Die meisten Teilnehmer profitieren am meisten vom gegenseitigen Austausch“, weiß Schmeink mittlerweile aus einigen Jahren Erfahrung. Viele seien nach den Arbeitskreis-Sitzungen und den konstruktiven Diskussionen sehr begeistert und inspiriert, und würden daher auch weitere Kollegen oder andere Teilnehmer zur Zusammenarbeit in dieses Netzwerk einladen. „Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist in diesem Fall nicht zu unterschätzen“, ergänzt sie.

Die Frage nach der weiteren Entwicklung des Netzwerks kann Martina Schmeink verständlicherweise nicht konkret beantworten. „Es hängt sehr viel von den Fragestellungen der Unternehmer oder Organisationen in den nächsten Jahren ab“, sagt sie. Deutlich werde jedoch immer mehr, dass das Thema und entsprechende Maßnahmen in vielen Unternehmen und Organisationen immer dringender werde.

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