PwC-Studie: Immer mehr ältere Menschen in Arbeit

Nach einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC gelingt es in Deutschland immer häufiger, ältere Arbeitnehmer zu integrieren. Die Bundesrepublik steht unter 34 untersuchten Mitgliedern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) damit auf Platz sieben, heißt es etwa beim Handelsblatt, das über diese Studie schreibt. Im gesamten PwC-Ranking springt die Bundesrepublik verglichen mit der Studie 2003 um zehn Plätze hoch auf Platz 15. Trotzdem bewegt sich die Bundesrepublik noch immer nur im Mittelfeld. Ganz vorn stehen Island, Neuseeland und Israel. Schlusslichter in diesem Vergleich sind die Türkei, Luxemburg und Slowenien.

Eine Erläuterung zur Studie gibt es hier von Petra Raspels, Arbeitsdirektorin und Geschäftsführerin bei PwC, sowie Dr. Nicole Elert, Leiterin des Bereichs Arbeitsrecht bei PwC. Die Studie (englisch) gibt es hier als pdf-Dokument zum Download.

Etwas differenzierter zu dieser Studie ist auch dieser Beitrag in der Heilbronner Stimme; er beruht auf einem Agenturbeitrag der dpa. Darin wird etwa Rudolf Kast zitiert, Vorsitzender des Demographie-Netzwerks e.V. ddn, einem Verbund von Unternehmen, Kommunen und Organisationen. Während große Unternehmen und Konzerne das Thema verstanden hätten, fehle es insbesondere bei den Kleinunternehmen wie auch bei Handwerkern an Lösungen.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, was die Integration von älteren Arbeitnehmerinnen im Unternehmen angeht? Haben Sie schlechte, oder vielleicht sogar sehr gute Erfahrung, von denen Sie berichten möchten?

Einstellungsalter: Mindestens 55 Jahre

Kennen sie „everyoung“? Vermutlich nicht, denn es ist ein südkoreanisches Tech-Startup. Eigentlich nichts besonderes, also. Gäbe es da nicht ein besonderes Einstellungskriterium. Die Mitarbeiter müssen mindestens 55 Jahre alt sein. Das soll, das berichtet das Magazin t3n in diesem sehr lesenswerten Beitrag, ein Zeichen gegen Altersdiskriminierung setzen. Interessant ist dabei auch, welche Arbeitszeiten dort angewandt werden. Zudem, dass ein Blutdruckmessgerät zur Hand ist.

Wie sind ihre Erfahrungen zu diesem Thema? Gibt es auch in Deutschland oder in benachbarten Ländern Zeichen für Altersdiskriminierung, insbesondere in Unternehmen?

Lernen über Konzerngrenzen hinweg

„Die Silos in großen Unternehmen lösen sich schleichend aber stetig auf. Doch nicht nur innerhalb von deutschen Konzernen, sondern auch über die Unternehmensgrenzen hinweg initiieren Mitarbeiter dieser Tage, selbstorganisiert und nicht selten ohne Zustimmung der direkten Führungskraft, geschweige denn offizielles Mandat, konzernübergreifendes miteinander Lernen.“

Das schreibt Sabine Kluge, Global Progam Manager Learning and Development bei Siemens, in ihrem sehr ausführlichen und lesenswerten Beitrag  „Social Learning statt Silodenken in deutschen Konzernen – und alle so „Yeah“: Miteinander, voneinander, unternehmensübergreifend und selbstorganisiert“ auf der Plattform LinkedIn. Sie beschreibt über mehrere Stationen, welche Möglichkeiten etwa die Mitarbeiter von großen Konzernen haben, voneinander lernen zu können. 

Welche Erfahrungen haben sie zum Thema „Lernen“ in ihrem Unternehmen gemacht? Wo gibt es Beispiele, wo etwa innerhalb einer Branche, oder vielleicht sogar außerhalb, Lernorte oder Veranstaltungen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch oder zur Weiterbildung motiviert haben? Ich freue mich auf ihre Nachricht.

Wissenstransfer im Unternehmen

Zwei wesentlich herausfordernde Themen in vielen Unternehmen: Der Wissenstransfer zwischen Mitarbeitern im Zeichen des Demografie-Wandels, oder die zunehmende Belastung der körperlich arbeitenden und immer älter werdenden Mitarbeiter.

Wie gelingt etwa der Wissenstransfer im Unternehmen, wenn die sogenannten Babyboomer, also die Generation der in den 60er-Jahren geborenen Mitarbeiter, in absehbarer Zeit in den Ruhestand treten? Viele Bereiche und Abteilungen in den Unternehmen sind derzeit stark geprägt von genau dieser Generation.

Anders ist es in den Abteilungen, in denen körperlich gearbeitet wird. Zwei Aspekte: Das Thema Ergonomie wird vielleicht noch wesentlich wichtiger, gleichsam sind die Fehlzeiten etwa durch Krankheit anders geprägt. Diese angesprochene Generation ist nicht häufiger krank; sondern fehlt länger, wenn sie krank ist.

Es lohnt, einen Blick auf die Altersstrukturen im eigenen Unternehmen zu werfen, um am besten frühzeitig dafür die Weichen stellen zu können.

Wenn sie schon Erfahrungen dazu haben, freue ich mich besonders auf den Austausch. Wenn sie eher Fragen zu diesen Themen haben, freue ich mich, wenn sie mich kontaktieren. Meine E-Mail-Adresse finden sie  unter der Rubrik „Kontakt“.

Mit 50 Jahren zu alt für den Arbeitsmarkt?

Lars Hahn mit einem sehr lesenswerten Beitrag zum Thema „Alter und Arbeitsmarkt“. Zu alt? Vieles ändert sich gerade.

„Der Wind auf dem Arbeitsmarkt für 50+-Jobsuchende scheint sich in der Tat gedreht zu haben.“ Das schreibt Lars Hahn, mittlerweile auch schon fast 50 Jahre alt, in einem sehr lesenswerten Beitrag. Die Zahlen sprechen mittlerweile für sich. Tatsächlich ändert sich etwas auf dem Arbeitsmarkt für die älteren Generationen.

Erste Institutionen wie etwa Arbeitgeberverbände sehen einen massiven Fachkräftemangel auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Die Warnrufe zu diesem Thema werden diesbezüglich immer lauter. Dem gegenüber gibt es noch immer eine Reihe von Unternehmen, die Altersgruppen über 50 mit Abfindungsprogrammen in den vorläufigen Ruhestand senden.

Wie sehen ihre Erfahrungen dazu aus? Möchten sie uns ihre Erfahrungen aus ihrem Unternehmen berichten? Dann schreiben sie mir. Ich freue mich.

Grundlagen: Der Demografie-Bericht

Das Schlagwort Demografie taucht seit einigen Jahren immer häufiger in der Politik oder in den Medien auf. Aber was heißt das eigentlich konkret? Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchte, wird mittlerweile auf dem von der Bundesregierung initiierten „Demografie-Portal“ fündig. Erstaunlicherweise findet man dort den eigentlichen Demografie-Bericht der Bundesregierung nicht. Dort heißt es etwa in der Einleitung:

„Die Bevölkerung nimmt in Deutschland seit dem Jahr 2003 ab und ist bis Ende März 2011 auf 81,7 Millionen Einwohner gesunken. Ursächlich dafür ist, dass die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten immer mehr übersteigt. Die hohen Sterbefallüberschüsse werden seit 2003 nicht mehr von Wanderungsüberschüssen, das heißt der Differenz zwischen Zuzügen nach und Fortzügen aus Deutschland, ausgeglichen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Nach den Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung bis 2060 auf 65 bis 70 Millionen Menschen zurückgehen. Das wären bis zu 17 Millionen Einwohner weniger oder ein Rückgang um 15 % bis 21 % innerhalb von 50 Jahren. Damit einher geht auch ein Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.“

Die Konsequenzen für den Staat, die Bevölkerung gesamt, für die Unternehmen, für Schulen oder andere öffentliche Einrichtungen sind sehr, sehr unterschiedlich. Immer wieder diskutiert, etwa: Das Thema Rente. Betroffen werden vermutlich aber auch andere Systeme wie etwa die Krankenversicherung oder noch deutlicher die Pflege-Versicherung.

Wer das mehr als 260 Seiten umfassende Werk studieren möchte, kann es hier herunterladen.

Demografiebericht der Bundesregierung

Welche Fragen haben sie zu dem Thema? Was genau haben sie in diesem Demografie-Bericht für sich gefunden? Welche Einzelaspekte des bevorstehenden demografischen Wandels interessieren sie besonders? Ich freue mich auf ihre Reaktion.

Demografie: Wie sieht eine Altersstrukturanalyse aus?

Wie sieht es konkret in ihrem Unternehmen aus? Wissen sie, wann der demographische Wandel in ihrem Unternehmen signifikante Auswirkungen haben wird? Wenn sie es nicht wissen, sollten sie eine Altersstrukturanalyse in ihrem Unternehmen, in ihren Bereichen und Abteilungen veranlassen. Dabei wird deutlich, welche Altersgruppen die einzelnen Bereiche oder Abteilungen aktuell prägen. Gleichzeitig wird mit einer professionellen Altersstrukturanalyse auch deutlich, welche Maßnahmen gegebenenfalls getroffen werden müssen, um den Wissenstransfer kontinuierlich gewährleisten zu können.

Im Video finden sie einige Beispiele von unterschiedlichen Altersstrukturen in einem Unternehmen, welche Gründe vielleicht dahinter stehen, und wo vielleicht in absehbarer Zeit Handlungsbedarf besteht.

Wenn sie Fragen zu diesem Thema haben, oder eine Altersstrukturanalyse initiieren möchten, können sie mich jederzeit gern ansprechen.

Wie geht heute Bewerbung?

Früher wurde eine Bewerbung sorgfältig auf der Schreibmaschine getippt, ein Bewerbungsfoto wurde beim Fotografen gemacht, die Unterlagen sorgfältig kopiert und alles zusammen geheftet. Die Zeiten sind lange vorbei. Nahezu alle Unternehmen im mittelständischen Bereich, Konzerne sowieso, erwarten heute die Bewerbung auf einem dafür eingerichteten Portal, oder per E-Mail.

Ein durchaus lesenswerter Beitrag von Nicole Backhaus auf der Seite Banking-Club fragt danach, wie die Digitalisierung die Personalabteilungen verändert, und ob nicht der ein oder andere Weg auch möglich wäre. Sehr interessant, wie wir finden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Bewerbungen gemacht?

Erfolgreich ein Demografie-Projekt aufsetzen

Im Video geht es darum, wie man erfolgreich ein Demografie-Projekt im Unternehmen aufsetzt. Es gibt einige Tipps, wer aus dem Unternehmen unbedingt daran teilnehmen sollte. Gleichzeitig werden auch Themen wie Datenschutz und etwa auch die Beteiligung des Betriebsrates angesprochen.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, können Sie mich gern ansprechen.

Deutschland altert unterschiedlich

Deutschland alter unterschiedlich, heißt es aktuell auf dem Demografie-Portal der Bundesregierung. Insbesondere die ostdeutschen Länder sind stark davon betroffen, gleichsam ziehen immer mehr Menschen in die Städte, so dass einige Regionen wiederum schneller altern.

Wer sich auf dem Demografie-Portal mal umschauen möchte, kann das hier machen.

Wie sieht es in Ihrer Region aus? Welche Erfahrungen machen Sie?