Kapitel „Lebenslanges Lernen“ nimmt Gestalt an

Wieder zu Hause. Der Blick vom Balkon ist zwar nicht so spektakulär, wie der Blick aufs Meer vor Fuerteventura. Aber bei schönem Wetter lasse ich es mir nicht nehmen, im Freien zu arbeiten. Was bin ich froh, dass ich hier den Fundus meiner Bücher um mich habe. Beim Schreiben auf der Insel konnte ich nur auf vier Bücher zurückgreifen, die im Gepäck Platz gefunden hatten. Ich bin halt noch ein analoger Leser und liebe es zu blättern und meine Textmarker zu zücken um spannende Passagen in meinen Recherchequellen hervorzuheben. Schritt für Schritt nimmt mein Probekapitel „Lebenslanges Lernen“ Gestalt an, das ich bei Verlagen einreichen möchte. Darin berichte ich von meinen eigenen Erfahrungen als Trainerin von Lerntechniktrainings und Train the Trainer Fortbildungen, und es gibt zwei Interviews mit Personalentwicklerinnen, die mir für mein Buch Rede und Antwort gestanden haben.

Ein großes Industrieunternehmen berichtete mir, wie sie gezielt die Weiterentwicklung für Mitarbeiter 45+ angehen. Und eine mittelständisches Versicherungsunternehmen hat mir Einblicke in seine Design Thinking Räume gegeben und welche Erfahrungen sie damit sammeln. All dies verarbeite ich in diesem Kapitel und schreibe darüber, wie pubertierende Azubis mit dem Lernen umgehen und welche Erkenntnisse es aus der Gehirnforschung über die Lernfähigkeit von jungen und älteren Gehirnen gibt.

Lernfähigkeit zählt für mich zu den Metaskills schlechthin. Zugegeben, etwas neudeutsch… früher sagte man dazu noch Schlüsselkompetenzen. Aber egal, wie man es nennt. Die Fähigkeit Neues zu Lernen ist in einer Welt des Wandels und der demographischen Veränderungen immens wichtig. Diese kann man gezielt ausbauen, wenn man mehr darüber weiß, wie unser Gehirn funktioniert. Ich selbst liebe das Thema sehr, und obwohl es wahrscheinlich nicht an erster Stelle in meinem Buch stehen wird, ist es das erste Kapitel, das ich fertig stellen werde, da ich hier auf einen langen, eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.

rk

Sortieren für das Sachbuch

Zum ersten Mal im Leben ein Sachbuch zu schreiben ist eine ganz schön große Hausnummer. Die ersten Tage hatte ich damit zu kämpfen, wie es mir gelingt, die wertvollen Interviews die ich mit Geschäftsführern, Personalentwicklern, Social Media Experten und Anderen geführt habe, in Text zu verwandeln. So eine Transkription ist wahrlich nicht einfach, wenn man das noch nie gemacht hat. Inzwischen habe ich einen Modus gefunden, der mich nicht mehr an den Rand der Verzweiflung bringt, sondern richtig Freude macht. Nicht am Rechner sondern mit handschriftlichen Notizen.

Und dann ist da die unglaubliche Fülle an Informationen für dieses Sachbuch, die ich verarbeiten und in einer flüssigen Form präsentieren möchte. Neben den Interviews möchte ich die Quintessenz aus spannender Fachliteratur verarbeiten, die einen Mehrwert zu meinem Thema liefern.  Und nicht zuletzt meine eigenen Erfahrungen, die ich als Trainerin und Projektleiterin sammeln konnte.

Herrjeh! Fühlt sich an, als stünde ich in einem riesigen, unüberschaubaren Wald und finde den Weg nicht mehr. Zum Glück kam mir die Erinnerung, wie ich mich als Projektleiterin zu Beginn eines Demographieprojektes gefühlt habe. Wir haben das Projekt nach dem Six Sigma Zyklus DMAIC durchgeführt.

D = Define
M = Measure
A = Analyze
I = Improve
C = Control

Nachdem die Definitionsphase abgeschlossen war, kam die Messphase an die Reihe. In einem Demographieprojekt bedeutet das, Personaldaten in großem Stil zu erheben und nach allen möglichen Kriterien auszuwerten. Kreuz und quer, rauf und runter, Excel-Tabellen über Excel-Tabellen, Datenreihen über Datenreihen. Wie sollten wir in dieser Fülle nur jemals einen roten Faden finden? Und siehe da, wir haben ihn gefunden. Unsere Projektergebnisse waren letztlich so interessant, dass eine Delegation des Bayerischen Arbeitsministeriums in den Betrieb gekommen ist, um sich von den Maßnahmen, die wir aus unseren Ergebnissen abgeleitet haben, einen persönlichen Eindruck zu machen.

Heute beruhigt mich diese Erfahrung für das Projekt „Sachbuch“. Denn die Phase, in der ich mich mit meinem Buchprojekt befinde, ähnelt sehr dieser Messphase. Ich jongliere interessante Informationen hin und her, werte aus, begutachte, selektiere, verwerfe und entwickle, was relevant sein könnte und was nicht. Dass sich das noch nicht nach einem durchgängigen, roten Faden anfühlen kann, akzeptiere ich jetzt und nehme ein wenig gelassener hin, dass ich langsamer vorankomme, als ich gedacht hätte. Ich vertraue darauf, dass es mir gelingt, in diesem Wald Trampelpfade anzulegen, die gut begehbar sind, und das kostet halt seine Zeit.

rk

Ergonomisch arbeiten mit Meerblick

Zu Hause habe ich einen ergonomisch eingerichteten Schreibtisch und einen hervorragenden Bürostuhl. Und meinen Kunden lege ich nahe, wie wichtig ergonomische Arbeitsplätze für alternsgerechtes Arbeiten sind. Als Buchautorin auf Fuerteventura zu arbeiten, bedeutet zu improvisieren. Zum Glück gab’s im überraschend gut sortierten Baumarkt  einen kleinen Computertisch zu kaufen. Und im Ferienhäuschen gibt es ausreichend Schmöker von vorherigen Gästen, die eine perfekte Bildschirmerhöhung abgeben.

Der Name Fuerteventura bedeutet „starke Winde“. Und gerade im Juli/August macht die Insel ihrem Namen alle Ehre. Wenn es nicht zu windig ist, kann ich tatsächlich auf der Dachterrasse schreiben. Ansonsten bleibt ein Wintergarten, der ebenfalls einen kleinen Blick aufs Meer bietet. Trotz Sonnenschirm ist die Sonneneinstrahlung auf der Terrasse heftig und die oberste Priorität heißt: gut eincremen.

Die ersten Tage waren nicht so einfach. Jetzt bin ich auf dieser Insel, deren unendliche Sandstrände ich so liebe und dann soll ich mich wirklich für mehrere Stunden am Tag hinsetzen und schreiben??? Inzwischen ist die erste von vier Wochen ins Land gegangen und ich habe einen funktionierenden Rhythmus zwischen Arbeiten und Insel genießen für mich gefunden. Mein anvisiertes Wochenpensum von mindestens 20 Seiten habe ich gerade so geschafft. Nun bin ich selbst gespannt, wie sich alles in den nächsten Tagen weiter einspielt.

rk

 

Logistische Herausforderung

 

Ein Buch auf einer Insel zu schreiben, bringt die eine oder andere Herausforderung mit sich.

Los ging’s gleich beim Packen. 20kg Gepäck ließ mein gebuchter Flug nach Fuerteventura zu und dazu 6kg Handgepäck. Hmmm…! Und das wenn man 4 Wochen unterwegs ist, einen Laptop dabei hat, außerdem eine zusätzliche Tastatur sowie Unterlagen und ein paar Bücher für Literatur-Recherche, damit der Dialog der Generationen ausreichend Tiefgang bekommt. Was für ein Glück, dass meine neue Reisetasche im leeren Zustand selbst nur 2kg auf die Waage bringt. Somit kam alles ohne Übergepäck-Zuschlag mit an Bord.

rk

Generationen und Politik – PowerPoint-Karaoke

Maximilian Stepfer und die Junge Union Altötting haben mich eingeladen zu ihrer Veranstaltung „Generationen und Politik“. MdB Stephan Mayer und ich durften uns vor der eigentlichen Diskussionsrunde einem PowerPoint-Karaoke stellen. Man weiß dabei nicht, welche Folien einen erwarten und steht vor der Herausforderung, spontan und dennoch clever zu präsentieren.

Wie sind die Unterschiede zwischen Jung und Alt? Wie steht jemand aus der Generation X oder der Babyboomer zu WhatsApp? Was hat ein Muffin mit den Generationen Y und Z zu tun? Da Stephan Mayer größer ist als ich, hat mein Kamerabild ihn nicht komplett eingefangen. Daher gibt es hier nur die Highlights aus meinem Beitrag.

Ich selbst bin parteilos, halte es aber für sehr wichtig, dass sich alle großen Parteien mit dem demographischen Wandel und einem gelingenden Dialog der Generationen auseinandersetzen.

rk